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Auf die Einsatzkräfte FF Scheideldorf und der umliegenden Feuerwehren wartete am Samstagnachmittag eine herausfordernde Übung am Georgenberg.

 

Übungsannahme war ein Waldbrand, zu dem die FF Weinpolz um 13:20 Uhr alarmiert wurde. Nach dem Erkunden durch OBI Georg Keinfrath wurde entsprechend nachalarmiert, sodass um 13:30 Uhr die Feuerwehren Scheideldorf, Göpfritz/Wild, Merkenbrechts, Breitenfeld, Thaua, Stögersbach, Windigsteig und Waidhofen/Thaya nach dem stillen Alarm zum Einsatzort ausrückten.

Von der bereits eingerichteten Einsatzleitung wurden Einsatzabschnittef eingeteilt und den nachkommenden Wehren zugewiesen. Es gab einen jeweiligen Einsatzabschnittsleiter, der mit seinen Kräften auf einem seperaten Ausweichkanal kommunizierte. Dank Digitalfunk standen die entsprechenden Ausweichkanäle zu Verfügung. Mit dem Roten Kreuz wurde über die BOS-Gruppe gefunkt.

 

Neben einem Brunnen in der Ortsmitte und ein bei den Vorbereitungsarbeiten mit Wasser befülltes Biotop stellte ein ca. 600m entfernter Fischteich die primäre Wasserversorgungsstelle dar. Hier waren die Pumpen Scheideldorf, Merkenbrechts, Göpfritz, Windigsteig, Thaua und Stögersbach eingesetzt, die per Relais-Leitung die Rohre zur Bekämpfung das Brandes und zum Schützen der Gebäude speisten. Tank Breitenfeld war beim Brunnen stationiert und Pumpe Weinpolz beim Biotop.

Parallel zum bereits ziemlich aufwändigen Waldbrandszenario gab es zwei verletzte "Schwammerlsucher", die von Atemschutztrupps gesucht und gerettet werden mussten. Aufgrund des unwegsamen Geländes eine schwierige Herausforderung.

Doch an die Grenzen ihrer Kräfte brachte die Mannschaft ein inszenierter Forstunfall, bei dem 2 Arbeiter unter mehreren 5m langen Baumstämmen eingeklemmt waren. Der erste Trupp konnte den verletzten Traktorfahrer in Sicherheit bringen. Der zweite Trupp schaffte es zwar die Eingeklemmten etwas weiter von dem Holzstapel heraus zu bekommen, aufgrund der zu Ende gehenden Atemluft konnte aber erst der 3. Trupp die "verunfallten Übungspuppen" aus ihrer unglücklichen Lage befreien. Trupp 3 und Trupp 4 brachten dann die Geretteten in Sicherheit, wo das Rote Kreuz die Betreuung übernahm.

Aufgrund der zahlreichen Atemschutztrupps hatte der eingerichtete Atemschutzsammelplatz auch alle Hände voll zu tun. Insbesondere deswegen, weil die Anzahl der verfügbaren Atemschutzgeräteträger nicht besonders groß war. Daher blieb einigen Kameraden nur eine kurze Verschnaufpause, ehe sie nach einem Atemschutzeinsatz wieder ihr Gerät anlegen mussten.

Speziell hier wurde wieder deutlich, wie wichtig taugliche Atemschutzgeräteträger sind und dass jedes Feuerwehrmitglied unter anderem diese Ausbildung machen sollte!

Insgesamt waren 9 Feuerwehren mit 104 Mitglieder und 16 Fahrzeugen im Einsatz. Brandrat Sigi Ganser, Einsatzleiter OBI Georg Keinrath und Bgm. Franz Gressl bedankten sich abschließend für die aufgebrachte Zeit und letzterer lud im Namen der Gemeinde zu einer kleinen Stärkung ein.

Danach wurde wieder eingerückt und die Einsatzbereitschaft hergestellt.

 

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