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Um 17:05 Uhr wurde die FF Scheideldorf von der Landeswarnzentrale mittels Sirene und SMS zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person (T2) alarmiert.

 

Wenige Minuten darauf konnte man mit LFA-B und dem MTF zum Einsatzort auf der LB5 km 3,8 ausrücken. An der Unfallstelle hatte sich folgendes Szenario abgespielt:
Ein aus Richtung Waidhofen kommender Fahrer überholte mit seinem Audi TT eine Kolonne, die einem LKW hinterher fuhr. Dabei übersah er ein Fahrzeug, dass gerade von einem Güterweg auf die LB5 einbog. Es kam zum Frontal-Zusammenstoß zwischen den beiden PKW und danach wurde der Audi TT noch am Heck vom zuvor überholten LKW getroffen und kam im Straßengraben zum Stehen.

 

Erste-Hilfe wurde von den nicht beteiligten Fahrern und der danach am Unfallort eingetroffenen FF Weinpolz geleistet. Die Fahrerin des einbiegenden Fahrzeugs kam mit einem Schock davon. Der Fahrer des anderen Unfallfahrzeugs konnte zum Glück ohne hydraulischen Rettungssatz aus dem Wrack befreit werden und daher ersuchte Einsatzleiter OBI Georg Kainrath die FF Scheideldorf um weitere Absicherung der Einsatzstelle, Vorbeileiten des Verkehrs und Aufbau eines zusätzlichen Brandschutzes.

 

Das UHPS vom Löschfahrzeug wurde in Stellung gebracht und ein paar Feuerwehrlöscher wurden beim anderen Unfallfahrzeug abgestellt, ehe man die Batterie abschloss, um eine weitere Zündquelle auszuschalten.

 

Mit dem MTF wurden die Fahrzeuge im Ortsgebiet auf einen Begleitweg umgeleitet, während die Mannschaft des Löschfahrzeugs gemeinsam mit den Kameraden der Weinpolzer und Windigsteiger Wehren die Fahrbahn von Wrack-Teilen frei machte. Notarzt und Rettung waren in der Zwischenzeit natürlich auch schon am Unfallort und übernahmen die Versorgung des Verletzten. Da der Verdacht auf eine Wirbelverletzung bestand, wurde der verletzte Lenker mit der Vakuum-Matratze abtransportiert.

 

Die Polizei-Beamten des Postens Schwarzenau waren mit der Unfallaufnahme beschäftigt, während sich die Feuerwehren um die ausgetretenen Fahrzeugflüssigkeiten mit Ölbindemittel kümmerten.

Der schwarze Passat, dessen Heck unbeschädigt blieb, wurde von der FF Scheideldorf mit der Abschlepp-Achse abtransportiert. Der Audi TT musste von der FF Waidhofen mit dem Kran auf die Ladefläche gehoben werden, da ein Abschleppen in keinster weise mehr möglich gewesen wäre.

 

 

Gegen 18:30 Uhr konnten die 12 Kameraden der FF Scheideldorf wieder ins Feuerwehrhaus einrücken und die Einsatzbereitschaft herstellen.

 

Wie am Abend in Erfahrung gebracht werden konnte, hatte sich die Wirbelverletzung des Verunfallten nicht bewahrheitet, so dass er mit einer Gehirnerschütterung, einigen Wunden und ein paar weiteren Verletzungen davon gekommen ist. Wir wünschen dem Verletzten weitere Genesung und bedanken uns für die gute Zusammenarbeit bei den Kameraden aus Weinpolz und Windigsteig, den Exekutiv-Beamten aus Schwarzenau und den Rettungskräften aus Allentsteig und Waidhofen.