Im Zuge der Hochwasserkatastrophe vom September 2024 haben das Land NÖ und der NÖ Landesfeuerwehrverband beschlossen, eine Großpumpe anzuschaffen.

Für die Bedienung dieser Pumpe sollen aus jedem Bezirk in NÖ zumindest 2 Personen ausgebildet werden. Diese große Anzahl an ausgebildetem Fachpersonal ergibt sich dadurch, um bei späteren Einsätzen im In- und Ausland eine genügend große Anzahl an Feuerwehrkameraden zur Verfügung zu haben, um tagelange Pumpeinsätze abwickeln zu können.

Nachdem diese Großpumpe vor einigen Tagen vom holländischen Hersteller Hytrans geliefert wurde, wurden in einem anfänglichen Schritt die ersten Feuerwehrmitglieder im NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrum (FSZ) in Tulln an diesem Hytrans-Pumpensystem ausgebildet. Dazu wurde vom Abteilungsleiter Technik im NÖ LFV, Ing. Dominik Kerschbaumer, am 12. und 13. Oktober 2026 ein zweitägiges Einschulungsmodul für diese Großpumpe angeboten.

Aus dem Bezirk Zwettl nahm an dieser Ausbildung der Kdt-Stv. der FF Scheideldorf, BI Roland Kaburek, teil. Er und die restlichen 13 Kursteilnehmer wurden von einem Angestellten der Fa. Hytrans und von je einem Mitarbeiter der Betriebsfeuerwehr Industriepark Schwechat und der Berufsfeuerwehr Wien eingeschult.

Dabei wurde einerseits die Funktionsweise der Großpumpe, welche eine Wassermenge von bis zu 50 m³ in der Minute fördert, erklärt. Andererseits wurde auch das Schlauchmanagement (Auf- und Abrollen der 12 Zoll Großschläuche) geschult. Insgesamt sind bei dieser Großpumpe Schläuche, welche eine Gesamtlänge von ca. 2 Kilometer aufweisen, inkludiert. Außerdem wurde auch der mobile Wasserwerfer installiert und vorgeführt. Dieser bringt bis zu 30 m³ Wasser pro Minute und hat eine Wurfweite von 140 Metern.

All diese Gerätschaften wurden zuerst in der Theorie geschult und anschließend erfolgte die praktische Anwendung im Übungsbereich an der Donau in Tulln. Das gesamte Modul dieser Großpumpe besteht aus 3 LKW, 1 MTF und einem Großpumpenbegleitanhänger.

Weitere Module für die Einschulung an der Großpumpe für jene Feuerwehrmitglieder, die dafür gemeldet wurden, sollen in den nächsten Monaten stattfinden.