Eine Woche nachdem man in Wieselburg im KHD-Einsatz beim Aufräumen geholfen hatte, ging es wieder in die Braustadt und man hoffte auf kleine Wiedergutmachung für die geleisteten Arbeiten.
Wegen der Ausbildungsprüfung in Silber, die man im Frühjahr abgelegt hatte, konnte man leider erst verspätet mit den Wettkampfübungen beginnen, sodass heuer nur 21 mal für Bewerbe geübt wurde. Mit diesem kleinen Manko wusste man eigentlich, dass man sich nicht zuviel erwarten sollte.

Gegen die Mittagszeit war man in Wieselburg angekommen und wollte auch gleich in Bronze starten. Allerdings waren so viele Gruppen angestellt, dass man entschied zuerst das Zelt aufzustellen.
Als man am Nachmittag wieder zurück beim Bewerbsplatz war, war die Schlange bereits erheblich kürzer und man konnte wenig später in gewohnter Besetzung in Bronze antreten.
Mit einer Angriffszeit-Zeit von 37,2 Sekunden und Staffellaufzeit von 52,35 konnte man sich mit 410,45 Punkten auf Platz 47 platzieren. Etwas enttäuscht, dass man bei der Angriffszeit wieder einmal bei 36 - 37 Sekunden hängen geblieben war, stellte man sich zu Silber an.
Diesmal waren fast keine Gruppen mehr angestellt und auch die Anzahl der Bahnen war schon reduziert geworden.
Es wurden folgende Positionen gezogen:
| GK Christoph Hartner | |
| MA Manfred Rabl | ME Hermann Kampf |
| ATF Harald Kohl | ATM Roland Kaburek |
| WTF Klaus Kaburek | WTM Mathias Etzler |
| STF René Hartner | STM Jürgen Kaburek |
Obwohl außer dem Angriffstruppführer alle Positionen komplett anders gezogen wurde konnte man die gute Zeit von 39,1 erreichen. Sehr zum Unmut der Wettkampfgruppe gab es leider einen Fehler beim Leinen-Anlegen, der mit 10 Strafpunkten geahndet wurde. Die Staffellaufzeit war 52,56 Sekunden. Aufgrund des Fehlers ergab sich statt Platz 17 nur 57 Rang in Silber mit 398,84 Punkten.
Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren, bei denen man sich jeweils über einen Pokal freuen durfte (Zwettl 2007: 5. Platz in Silber; Amstetten 2008: 12. Platz in Bronze), machte sich nun die Gewissheit breit, "leer" von Wieselburg nach Hause zu fahren, doch die mitgereisten Fans trösteten.

Nachdem der reguläre Bewerb abgeschlossen war, wurde für den 14. Firecup aufgebaut; 4 Bahnen in der Mitte des Bewerbsplatzes wurden quer zum Publikum. Auch 2 Bahnen für den Staffellauf wurden am Platz markiert und die Hindernisse (Balken, Wand und Rohr) platziert.
Man nutze die Gelegenheit, um nochmal die Hindernisse und Übergaben am Rasen zu üben. Gegen 18:30 Uhr begann es zu regnen und langsam suchten alle Teilnehmergruppen am Firecup Schutz in der angrenzenden Halle. Der strömende Regen dauerte über anderthalb Stunden, sodass zur Sicherheit der Feuerwehrleute der Staffellauf gestrichen wurde. Nicht nur das Laufen am rutschigen Rasen wäre schwierig gewesen, sondern vor allem Balken und Wand hätten große Verletzungsgefahr gebracht.
Etwas nach 20 Uhr war es dann endlich so weit. Der 1. Durchgang zum Firecup wurde aufgerufen und langsam kam auch die gewisse Anspannung, die man vor so einem großen Event hat. Der Regen hatte zum Glück fast komplett aufgehört.
Bei der Auslosung wurde man für den 4. Durchgang auf Bahn 3 eingeteilt und endlich war man an der Reihe. Man bereitete die noch immer nassen Gerätschaften vor, aber Dank der Rasenteppiche gabe es zumindest rund um die TS kein Problem mit dem nassen Gras.
Die Konkurrenten bei diesem Paralleldurchgang waren Bischofstetten 2, Eichhorn 1 und Großharras. Gerade Eichhorn 1 ist wohl eine der stärksten Gruppen in Niederösterreich, was sie heuer durch einen 8. Platz in Bronze und einen 3. in Silber wieder unter Beweis gestellt haben.
Nach der obligatorischen Frage der Hauptbewerter "Geräte überprüft und in Ordnung?" kam die Durchsage über die Lautsprecheranlage: "Mein Kommando wird lauten: Erstes und zweites Rohr vor! - Mein Kommando gilt: Erstes und zweites Rohr VOR!"
Die Zeit begann zu laufen und bis zum Verteiler gab es ein Kopf an Kopf Rennen der Angriffstrupps, aber beim Kuppeln und vor allem bei "Saugleitung zu Wasser" konnte man schon einen leichten Vorsprung der Scheideldorfer Wettkampfgruppe sehen. Die großen Leuchziffern brachten Gewissheit und alle Zuschauer im vollen Stadion konnten es sehen: 34,85 Sekunden für Bahn 3 - 34,85 Sekunden für FF Scheideldorf.

Bis dahin die schnellste Zeit und auch die einzige unter 35 Sekunden. Trotz oder vielleicht gerade wegen der schwierigen Umstände konnte man die anderen Parallel-Gegner wie Eichhorn 1 usw. schlagen.
Überglücklich über die erreichte Zeit und den gewonnen Durchgang begann nun das große Warten, denn 4 weitere Durchgänge waren noch ausständig.
Viele Gruppen kamen mit den Bedingungen nicht ganz zu Recht, so dass nur wenige Gruppen fehlerfrei blieben. In den weiteren Durchgängen war jeweils nur eine Gruppe fehlerfrei und schneller als die Scheideldorfer. Daher konnte man sich gegen 22:30 Uhr bei der Siegerehrung über Platz 5 freuen.
Landesfeuerwehrkommandant Buchta überreichte dem stolzen Gruppenkommandanten FT Hartner eine Urkunde und alle mitgereisten Fans und auch die anderen Waldviertler Wettkampfgruppen gratulierten.

So gab es schließlich doch noch ein Happy End in Wieselburg, denn man hatte die beste Firecup Platzierung in der Tasche, die jemals eine Waldviertler Gruppe in A (ohne Alterspunkte) erreicht hat!